Museumsortschaften und Städte in Bulgarien

Historische Städte in Bulgarien gibt es viele. Hier eine kleine aber feine Auswahl an sehenswerten Orten einschliesslich einer kompakten Beschreibung was die jeweiligen Orte so besonders macht.

Arbanassi

Arbanassi
Ausblick über Arbanassi

Arbanassi ist eines der malerischsten alten Ortschaften Bulgariens. Gelegen auf einer Felshochebene mit dem gleichen Namen, mit einmaliger Aussicht auf den mittelalterlichen Teil der alten bulgarischen Hauptstadt Veliko Tarnovo. Sie zeichnet sich durch ihre typische Wohnungsarchitektur und die Kirchen mit zahlreichen Wandmalereien aus. Die Ortschaft wurde im 13. Jh. von bulgarischen Bojaren gegründet. Allmählich entwickelte sie sich zu einer reichen Handelsortschaft von über 1000 Häusern. Diese erstaunen durch ihr rauhes Aussehen und die hohen Steinmauernt, die mit den malerischen Höfen und der einzigartigen Gemütlichkeit und dem Komfort der Innenräume stark kontrastieren. Die Decken, Türen, Möbel und Fenster sind mit Holzschnitzerei verziert, die Wände sind mit Gipsornamenten dekoriert, die mit Blumen und Pflanzenelementen bemalt sind.

Besonders beeindruckend sind die bewahrten 7 Kirchen aus dem 17. Jh. Mit ihren festen, hohen Mauern, kleinen Fesntern und unzugänglichen, mit Eisen eingefassten Eichentüren, passen sie sich harmonisch in den allgemeinen architektonischen Aussehen der Ortschaft an. Fast ohne Aussendekoration sind diese Kirchen von innen mit reichen Wandmalereien und unglaublich schönen Holzschnitzereien geschmückt. 

Bansko

BanskoBansko ist eine schöne Bergstadt, gelegen am Fuße des Pirin-Gebirges, auf einer Höhe von 925 m. Sie ist mit ihrer originellen Architektur, ihren malerischen zweistöckigen Häusern und Blumengärten, mit ihrer Okonenmalerei- und Holzschnitzschule sowie mit ihrer Ortsküche berühmt geworden. Seit Mitte des 18. Jh. ist Bansko eine reiche Ortschaft mit entwickeltem Handwerk, Handel und Kunst. Zu etwa dieser Zeit entstand die Malerschule von Bansko,die in den Balkanländern und in Zentraleuropa berühmt ist.

Heute ist die Stadt dank der überirdischen Schönheit des Pirin-Gebirges sehr bekannt. Mit ihren zahlreichen Hotels, Gasthäusern und den ausgezeichneten Bedingungen für Sommer- und Wintertourismus, mit der einzigartigen Gastfreundschaftlichkeit der Einheimischen und ihren alten Pirin-Liedern lockt die Stadt Touristen und Sportler von überall her an.

Boshenzi

BoshenziBoshenzi ist eine kleine Ortschaft, ein Denkmal der einzigartigen bulgarischen Wiedergeburtsarchitektur, gelegen auf den Nordabhängen des zentralen Balkangebirges. Die wenigen Häuser liegen auf beiden Seiten des Flusses Boshanka, der nicht weit vom Dorf entspringt. Das Dorf wurde im 18. Jh. durch die Entwicklung der Viehzucht, der Handwerke und des Handels reich und änderte seine architektonische Gestalt. Die hügelige Landschaft gestattete den Baumeistern von Boshenzi einige der besten malerischen Architekturwerke zu schaffen. Die hohen Steinmauern, die geschmiedeten Eichentore, die schmalen Pflasterstraßen, die Steinbrunnen und die Brücken, die kleinen Werkstätten und die Läden schaffen eine einmalige Atmosphäre in dieser paradisischen Ecke Bulgariens. Hier findet jeder Stille und ruhe, indem man sich in eine längst vergangene Welt versenkt. In Boshenzi wohnen zur Zeit viele berühmte bulgarische Schriftsteller, Maler, Architekten sowie Vertreter der Wissenschaft und Kultur.

Zheravna

ZheravnaZheravna ist ein architektonisch-ethnografisches Reservat mit über 150 Häusern, einer Werkstatt zur Kerzenherstellung, einer Klosterschule, einer Kirche, Brunnen, Gasthäusern und Läden aus der Wiedergeburtsperiode. Das Dorf liegt auf den südöstlichen Abhängen des Ost-Balkangebirges und wurde im 12. – 14 Jr. gegründet. Es wurde allmählich durch die Entwicklung von Viehzucht, der Handwerke und des Handels reich. Es zeichnet sich das typische Haus von Zheravna ah, komplett aus grob verarbeitetem Eichenholz gebaut, mit 2 m tiefenDachvorsprüngen und Fensterläden aus Holz. Das Aussehen der Häuser stellt nicht immer die Innenpracht der Formen und Details dar – nämlich Holzschnitzereien und Applikationen auf Zimmerwänden, Türen, Fenstern und Möbeln. Zahlreiche Häuser, Kirchen, Schulen sind bis heute aufbewahrt und in Museen umgewandelt. Zheravna ist eine der reizvollsten Ecken Bulgariens.

Koprivschtitza

KoprivschtitzaKoprivschtitza ist, danke der umliegenden Natur, einmalig: hier sind über 380 architektonische und historische Denkmäler erhalten geblieben, die ein Teil des Kulturerbes Bulgariens darstellen. Die reiche Geschichte und der erhaltengebliebene Lebensstil und Folklore sind der Grund dafür, warum dieser herlliche Ort immer mehr Touristen anzieht.

Koprivschtitza ist ein wunderschöner Ort für einen ruhigen Urlaub. Das Städtchen verfügt über zahlreiche kleine Familienhotels mit der für Koprivschtitza typischen Einrichtung und einem gut gepflegten Hof voll bunter Blumen. Beeindruckend sind die frische Gebirgsluft und die Stille.

Es gibt viele Sehenswürdigkeiten in der Stadt, die bemerkenswert sind und viele Dichter, Maler und Sänger begeistert haben. Hier sind viele steinerne Kunstwerke zu sehen, wie z.B. Grabdenkmäler, Plastiken und Büsten, Brücken und Brunnen. Jedes dieser Werke stellt für sich selbst ein Kunstwerk dar. Das größte Interesse weken aber die alten Häuser berühmter Persönlichkeiten aus der bulgarischen Geschichte, die in Museen umgewandelt wurden. Jedes Jahr, Ende des Sommers, wird Koprivschtitza zum Gastgeber des traditionellen, nationalen Treffen der bulgarischen Volkeskunst, an dem über zehntausend Musiker, Sänger und Tänzer teilnehmen.

Melnik

Melnik_Pirin_BulgarienDie Stadt Melnik ist eine Museumsstadt, eine historische Stadt, das kleinste Städtchen Bulgariens. Hier fahren Sie in die Vergangenheit – malerische Häuschen mit Ziegeldächern, schmale Straßen, Steinwege, gemütliche Hotels, Gaststätten mit traaditionellen bulgarischen Speisen, Weinkeller, Souvenirläden – alles steht Ihnen die Stadt Melnik zur Verfügung. Nachdem sie den exzellenten Rotwein gekostet haben, werden sie daran zweifeln ob man echten Wein nur in Frankreich trinken kann. Der Wein von Melnik ist reich an Geschmack und Aroma. Die Weinkeller sind weit außerhalb Bulgariens berühmt. Die Weinherstellung entwickelt sich hier seit Hunderten von Jahren und ihre Geheimnisse werden von Generation zu Generation weitergegeben. Das Klima selbst ist auch für die Zucht verschiedener Weinsorten geeignet, bei die Sorte „Schiroka Melnishka“ für die Stadt typisch ist. Hier erfährst Du mehr über die Wein-Anbauregionen Bulgariens und hier über die Rebsorten Bulgariens.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen noch das Paschova-Haus (Nationales Stadtmuseum), das Kordopulova Haus (Privatmuseum mit Weinkeller), die Ruinen der mitteralterlichen Kirchen. In der Nähe der Stadt befindet sich das Roshen-Kloster, eines der wenigen gut erhaltenen mitteralterlichen Klöster Bulgariens (Hier finden Sie mehr Informationen zu den Kirchen, Klöstern Bulgariens). Beeindruckend ist auch die unglaubliche Natur der Pirin-Region, sowie die Sandpyramiden in Melnik – ein einmaliges, von der Natur gemeißeltes Wunder.

Nessebar

NessebarAn der Schwarzmeerküste gelegen, vereint die Stadt Nessebar in faszinierender Weise Möglichkeiten für einen Sommerurlaub und für Kulturtourismus – deshalb wurde es zu einer Museumsstadt ernannt sowie zu einem Architektur- und Archäologieschutzgebiet von nationaler Bedeutung.

Nessebar ist eine der größten historischen Schatzkammern Bulgariens: Archäologen gehen davon aus, dass die Stadt einst an die 40 Kirchen hatte – bislang wurden Überreste von 23 Kirchen gefunden.

Wegen der zahlreichenaufbewahrten Denkmäler aus verschiedenen Epochen wurde das alte Nessebar als Kulturdenkmal in die Liste des Welterbes der UNESCO eingetragen.

Dies ist eine der ältesten Städte Europas und die an Architekturdenkmälern reichste Stadt aus dem Mittelalter in Bulgarien. Sie ist Nachfolgerin einer altertümlichen thrakischen Ortschaft, gegründet im 2. Jh. v. Chr.

Wegen ihrer einmaligen Züge und der besonderen Atmosphäre ihter Straßen ist die Stadt zu einem architektonisch-archäologischen Reservat erklärt worden. Der größte Reichtum der Stadt sind die ungefähr 60 erhalten gebliebenen Häuser aus der Wiedergeburtszeit und mehr als 40 Kirchen wurden bei Ausgrabeungen entdeckt und restauriert, nur eine davon ist zur Zeit aktiv, die anderen sind in Gemäldegalerien und Museen umgestaltet worden.

Plovdiv

PlovdivHistorische Städte in Bulgarien gesucht? Plovdiv gefunden! Plovdiv ist die zweitgrößte Stadt Bulgariens in Hinblick auf Einwohnerzahl. Hier werden viele Wirtschafts- und Kulturveranstaltungen durchgeführt, darunter das internationale Theaterfestival „Bühne am Kreuzweg“ oder das Fernsehfestival „Die goldene Truhe“. In der Stadt sind viele antike Denkmäler erhalten geblieben, darunter das Antike Theater, das Römische Odean, Agorata (römisches Forum), das römische Stadion oder das spätantike Gebäude „Eyrene“, u.v.m.

Das alte Plovdiv ist ein einzigartiger Stadtkomplex, bestehend aus archäologischen Objekten, Museen und Galerien mit wertvollen Exponaten, altertümlichen Gebäuden, aktiven Kirchen mit reichen Wandmalereien und Holzschnitzereien, gemütlichen Cafes und Restaurants, alten und neuen Wohnhäusern mit romantischen Höfen sowie malerischen Pflasterstraßen. Der Stadt wurde die Europäische Goldmedaille für die Erhaltung von Denkmälern aus der Vergangenheit verliehen.

Die einmalige kulturell-historische Erbschaft von Plovdiv umfasst drei Hauptzeitalter – die Antike, das Mittelalter und die Wiedergeburt und jedes davon hat der Stadt bedeutende Sehenswürdigkeiten hinterlassen. Sie sind eine Reise in die geheimnisvolle Vergangenheit und rufen die Lust zur Entdeckung neuer Abenteuer in heutiger Zeit hervor.

Im 12. Jh. v. Chr. entstand aus der prähistorischen Ortschaft die thrakische Stadt Evmopia, eines der ersten Stadtzentren in Südosteuropa, deren Ruinen noch heute zu sehen sind.

Sozopol

SozopolSozopol ist die älteste Stadt an der bulgarischen Schwarzmeerküste und einer der bekanntesten Kurorte in Bulgarien. Das Zentrum (die Altstadt) befindet sich auf einer kleinen Halbinsel. In der Nähe der Stadt befinden sich die Inseln „Heiliger Iwan“ und „Heiliger Peter“.

Die erste Ortschaft hier entstand am Ende des 3. Jh. v. Chr. Infolge der Unterwassererforschungen im Hafen von Sozopol wurden Reste von Wohnungen, Keramikgefäßen, Stein- und Knochengegenständen aus der Bronzezeit entdeckt. Sie belegen einen aktiven Schiffverkehr noch im Altertum. Später entstand hier die hellenische Kolonie apolonia Pontika, nach dem Namen des Gottes Apolon. Damals entwicklete sich die Stadt zu einem wichtigen Handels- und Hafenzentrum. Kirchen und zahlreiche Häuser aus Holz und Stein aus dem 18.-19. Jh. sind erhalten geblieben und prägen das einzigartige architektonische Aussehen der heutigen Stadt Sozopol. Altertümliche Ikonen und wunderschöne Holzschnitzereien stellen die auffallenden Leistungen des Kunstgewerbes aus dieser Epoche dar.

Das im Sommer 2010 bei archäologischen Ausgrabeungen auf der Insel „Hl. Iwan“ entdeckte Reliquiar wurde eine richtige Sensation. Es enthält Reliqien – Hand- und Gesichtsknochen sowie einen Zahn des Heiligen: nach Untersuchungen haben Experten festgestellt, dass es sich um die Reliquien des Heiligen Johannes des Täufers selbst handelt. Die Reliquien werden in der Sozopoler Kirche „Hl. Georgi“ aufbewahrt. Weitere Informationen über Sozopol finden Sie hier.

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